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Billardstock – Billardqueue Kö

Zunächst sollten Sie wissen, dass das Billardspiel von dem Ballspiel „Paille-Maille“ und dem Rasenspiel „Croquet“ (Krocket) abstammt. Daher hatten, anfangs, die Queues die Form, die eher an einen gebogenen, hammerförmigen, Schlägers. Erst als sich diese Form als unbrauchbar erwies wurden die Queues begradigt.

Das Wort Queue kommt aus der französischen Sprache und bedeutet soviel wie „Schwanz“. Die begradigte Form des Queue setzte sich ab der Mitte des 18. Jahrhunderts durch. Der Queue ist der Billardstock mit denen die Bälle beim Billard gestossen werden. Mit der ursprünglichen Form der Queues wurden die Bälle eher geschlagen.

Die Weiterentwicklung der Queues ermöglichte nun einen gezielteren Laufweg der Bälle. Bevor die heutzutage bekannte Form der Queues erreicht wurde gab es den Queue in einer T-Form. Hierbei befand sich das „T“ am Ende vom Billardstock. Der wohl wichtigste Mann in der Geschichte des Billards und der Entwicklung des Queues ist der Franzose François Mingaud, der während der Verbüßung einer Gefängnisstrafe, die „Pomeranze“ erfand. Diese ermöglichte nun auch das spielen mit einem Effet. Auf Grund dieser Erfindung wurde ihm der Titel „Professeur de Billard“ verliehen.

Billardstock / Queue / Kö Eigenschaften

Ein Billardstock besteht aus Holz, verstärktem Kunststoff, Aluminium, Kohlenstoff- oder Glasfasern. Teilweise werden auch Queues aus Holz mit einem Metallkern gefertigt. Allerdings kommen Holzqueues oder Queues aus Glas- oder Kunsstofffasern vorwiegend zum Einsatz. Queues aus Aluminium oder verstärktem Kuststoff werden eher, gelegentlich, in Hallen, als sogenannte Hallenqueues, anzutreffen sein. Die Ursache dafür ist der nierige Preis dieser Queues.

Bei den Holzqueues werden unterschiedliche Holzarten verwendet, was sich im Härtegrad wiederspiegelt. Somit liegt es an dem jeweiligen Spieler welcher Holzqueue für ihn der am besten zu spielende Queue ist. Queues aus härterem Holz sind weniger elastisch und werden, vorrangig, von erfahrenen und guten Spielern bevorzugt und verwendet. Diese Hartholzqueues ermöglichen auch ein genaueres Spiel. Allerdings benötigen Sie für die Erreichung eines Effets eine bessere Stoßtechnik. Bei der Erreichung eines Effets liegt der Vorteil (auf Grund der höheren Elastizität) bei den Queues aus weicherem Holz.

Aber auch das Gesamtgewicht des Queue und die Art der „Pomeranze“ („die Spitze“) sind für einen Queue von Bedeutung. So kann die Pomeranze aufgeklebt oder aufschraubbar sein. Die Pomeranze besteht aus Leder. Der Vorteil der aufgeklebten Pomeranze besteht in dem besseren Kontakt.

Zum Abschluss der Produktion wird der Billardstock mit Lack versiegelt. Im oberen Bereich des Queues sollte diese Versiegelung aber abgeschliffen werden, was in den meisten Fällen schon in der Herstellerfirma geschieht. Der Hintergrung hierfür liegt darin, dass das abgeschliffene Holz besser durch die Finger gleitet.

Billardstock / Queue reinigen

Für die Pflege des Queue werden Schleifpapiere oder Poliergewebe verwendet. Deren Körnung sollte, idealerweise, bei 700 bis 12.000 liegen. Mit diesem Pflegematerial wird der Queue von Rückständen und Verschmutzungen gereinigt. Allerdings sind auch entsprechende Pflegemittel im Fachhandel erhältlich.
Durch die unterschiedlichen Spielarten des Billard gibt es auch entsprechend unterschiedliche Queues.

Die Bestandteile (der Aufbau) eines Queues / Billardstock

Der Billardstock / Queue besteht aus:

– dem Oberteil:

Das Oberteil wird durch die Führungshand des Spielers geführt und kann, in der Holzausführung aus einem Stück oder aus geschichteten Lagen bestehen. Es überträgt die Kraft des Schwungarmes vom Unterteil bis zum Ball. Bei der Variante der geschichteten Lagen werden die Holzlagen in einer Laminiertechnik zusammengefügt. Bei dieser laminatartigen Konstruktion ändert sich die seitliche Nachgiebigkeit was sich auf das Effetspiel auswirkt. Einige Poolqueue-Hersteller bieten spezielle low-deflection-Oberteile an von denen die meisten eine Gewichtsreduzierung (zum Beispiel: durch Hohlbohrung) haben.

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– der Pomeranze:

Die Pomeranze ist die Spitze des Billardstock und besteht in den meisten Fällen aus Schweinsleder. Die Pomeranze kann einlagig oder mehrlagig sein. Wie schon erwähnt gibt es die Pomeranze in der aufklebbaren oder aufschraubbaren Variante.
Auch gibt es die Pomeranze in unterschiedlichen Härten was sich, ebenfalls, auf das Effetspiel auswirkt. Als Faustregel kann gesagt werden je härter das Material, je schwieriger das Effetspiel.
Um die Aufnahme der Kreide zu verbessern wird die Pomeranze, mit den sogenannten „Aufreibern“ aufgeraut.

– der Ferrule:

Die Ferrule ist das Stück wo die Pomeranze angebracht wird und besteht, in der Regel, aus Elfenbein, Messing oder Kunststoff. Die Aufgabe der Ferrule ist es den Rest des Queues zu schützen und dämpft harte Stösse ab. Daher sind sie meist aus festeren Stoffen gefertigt.

– dem Schaft:

Der Schaft bildet den Hauptteil des Oberteiles und besteht, bei hochwertigen Queues, aus abgelagertem Ahornholz. Manche Hersteller verwenden gepresstes oder mehrfach geschichtetes Holz. Ein weiterer Unterschied der Schäfte besteht in dem Schliff. So können sie einen parallelen oder einen konischen Schliff haben. Snookerqueues haben generell einen konischen Schliff.

– dem Zierring:

Der Zierring befindet sich am untere Ende des Oberteiles des Queues und ist zwischen dem sichtbaren Holz und der Verschraubung platziert.

– dem Unterteil:

Das Unterteil vom Billarstock wird von dem Schwungarm des Spielers geführt und überträgt die Schwungkraft, als Stossbewegung, über das Oberteil auf den Ball.
Das Unterteil aus Holz ist mit Klarlack, als Schutzschicht, versiegelt.

– der Joint:

Der Joint ist das Verbindungsstück (bzw. die Verschraubung) zwischen Ober- und Unterteil. In den meisten Fällen ist die Joint aus poliertem Stahl, Elfenbein, Holz, Kunststoff oder Messing. Diese Verbindung wird in einer Schraubgewindeausfertigung angewendet.

– dem Forearm:

Der Forearm ist der Bereich, des Unterteiles, zwischen Joint und Griffband. In den meisten Fällen ist der Forearm mit Edelsteinen oder durch Edelhölzer verziert, was sich auf die Gewichtsverteilung auswirkt.

– dem Griffband:

Das Griffband ist der Bereich des Unterteiles, an der die idealste Stelle ist um den Queue mit der Hand des Schwungarmes zu halten. Um den Schweiss der Hand aufzusaugen ist es meist mit Irish Linen, Leder oder Nylon umwickelt. Allerdings gibt es auch die Ausführung als überlackiertes Griffband.

– der Buttcap:

Die Buttcap ist das Endstück des Unterteiles und soll dieses schützen. In der Buttcap befindet sich meist eine Gewichtsschraube und sie wird mit einem Gummipuffer abgeschlossen.

Dies waren die Bestandteile eines Queues. Allerdings kann es beim Aufbau und der Zusammensetzung des Unterteiles einzelne Abweichungen, auf Grund der Bauweise, geben.

Billardstock Hilfqueues und Queueverlängerungen

Gerade beim Pool oder Snooker kommt es vor, dass der Spielball (Queueball) ungünstig zum liegen kommt und nur erschwert gespielt werden kann. Dafür gibt es die Hilfsqueues (auch Oma genannt). Diese gibt es in drei Ausführungen:
– Standard
– Spider und
– Schwan

Queueverlängerungen sind für das spielen an grösseren Tischen gedacht und geeignet. so gibt es diese Verlängerungsmöglichkeiten auch für die Hilfqueues. Diese Verlängerungen werden entweder aufgeschraubt oder aufgestülpt. Die Verlängerungen können aus verschiedenen Materialien bestehen wie beispielsweise aus Holz oder Aluminium.