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Billard Tipps & Tricks – Grundlagen

Billard ist die spielerische Beschäftigung mit einem kleinen Ausschnitt aus der Physik. Beobachtet man sehr gute Spieler, so ist man geneigt zu glauben, dass für sie die Gesetze Newtons und seiner Nachfolger keine Gültigkeit hätten. Das ist aber sicher nur scheinbar so – auch für den Weltmeister sind selbstverständlich die physikalischen Gesetze nicht außer Kraft. Er versteht es nur, sie in der Praxis perfekt auszunutzen.

Billard Tipps

– der Impuls oder Kraftstoß S
– der Drehimpuls oder Drall L
– die Haft-, die Gleit- und die Rollreibung
– der Schwerpunkt

Billard Tipps – Die Kraft

Der Begriff der Kraft wird in drei von Newton angegebenen Axiomen beschrieben. Durch unsere Muskeltätigkeit üben wir über das Queue eine Kraft auf die Stoßkugel aus, welche ihrerseits die Kraft auf die Zielkugel(n) überträgt. Aus diesem Grund spricht man oft auch von Wechselwirkungen – Queue und Kugeln treten miteinander in Wechselwirkung. Die Kraft führt in unserem Falle zu einer Änderung des Bewegungszustandes der Kugel, das heißt, sie beginnt zu rollen. Ist der Körper nicht beweglich – was beim Bandengummi zutrifft -, so bewirkt die Kraft eine Deformation des Körpers. In der Bande entsteht eine Delle. Die Deformation der Kugeln bei der Karambolage ist verschwindend gering und damit in der Praxis zu vernachlässigen.

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Das Erste Newtonsche Axiom, das Trägheitsprinzip, besagt, dass frei bewegliche Körper im Zustand der Ruhe bzw. der gleichförmig gradlinigen Bewegung verharren, wenn keine Kraft auf sie einwirkt. Dass unsere Kugeln langsamer werden und zur Ruhe kommen, hängt natürlich mit der Reibung zusammen. Im Weltall wären auch „Unendlich-Bander“ möglich.

Das Zweite Newtonische Axiom, das Aktionsprinzip, besagt, dass die Einwirkung einer Kraft auf einen beweglichen Körper eine Änderung seines Bewegungszustandes, das heißt seine Beschleunigung oder Verzögerung hervorruft.

Billard Tipps – Der Schwerpunkt

Zu jedem Körper existiert ein Punkt S derart, dass bezüglich jeder durch diesen Punkt verlaufenden Achse die Summe aller Drehmomente, die durch die Wirkung der Schwerkraft auf die einzelnen Massenteile des Körpers erzeugt werden, Null wird. Diesen Punkt nennt man Schwerpunkt oder Massenmittelpunkt des starren Körpers. Bei der Kugel haben wir nun den idealen Fall, dass sich ihr Schwerpunkt genau in ihrem geometrischen Zentrum befindet, dass der Massenmittelpunkt also mit dem Mittelpunkt des Körpers zusammenfällt. Das Wissen um den Schwerpunkt ist notwendig für das Verständnis, warum sich eine getroffene Kugel in eine ganz bestimmte Richtung in Bewegung setzt, warum sie einen exakt berechenbaren Winkel, vom Spielball aus betrachtet, einschlägt. Prallen Stoß- und Zielball derart gegeneinander, dass die Verbindungslinie ihrer Schwerpunkte mit der Bewegungsrichtung er Stoßkugel zusammenfällt, so wird sich die Zielkugel in genau dieser Richtung weiterbewegen, nachdem sie den Impuls von der Stoßkugel erhalten hat.

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Billard Tipps – die Körperhaltung

Bevor man nun seinen ersten Stoß ausführt, gilt es, die richtige Körperhaltung am Tisch einzunehmen. Viel wurde über das Thema „Körperhaltung beim Billard“ geschrieben und noch mehr darüber diskutiert. Wohl über keinen Aspekt dieses Sports wurde und wird mehr Kontroverses verbreitet. Es ist daher sicher empfehlenswert, gute Spieler genauestens zu studieren, und zwar vom Scheitel bis zur Sohle.

Nur einige Dinge sollen an dieser Stelle erwähnt werden. Die Fußstellung sieht ähnlich aus wie die eines Tennisspielers beim Aufschlag oder die eines Pistolenschützen. Man stelle sich ein Quadrat vor, dessen Seiten a und c parallel zur Achse des Queues verlaufen. Natürlich darf man gemütlich stehen, der Winkel zwischen den Füßen beträgt 45 bis 60 Grad. Man nehme tatsächlich leicht breitbeinig Aufstellung und achte darauf, dass die Knie durchgestreckt sind und sich das Körpergewicht gleichmäßig auf die beiden Beine verteilt.